HEYM Laufproduktion Fertigung Spezialisten Qualität Historie Vorwort
Vor über 140 Jahren, 1865, gründete Friedrich Wilhelm Heym das Unternehmen HEYM in Suhl, Deutschland. Das Unternehmen erlangte 1891 ein Patent auf den ersten hahnlosen Drilling und stellte ihn her. HEYMs Fachgebiet waren Gewehre, die speziell für Jäger entwickelt wurden. Dazu zählten Drillinge, Doppelbüchsen (Querbüchsen und Bockbüchsen) und Flinten. Bis zum Ersten Weltkrieg waren Russland und die Vereinigten Staaten die wichtigsten Exportländer. Nach dem Krieg setzte HEYM die Produktion von Feuerwaffen fort. HEYM-Flinten von vor dem Zweiten Weltkrieg sind noch heute weltweit begehrt.
Anfang der 1950er-Jahre nahm HEYM die Produktion von Feuerwaffen wieder auf. Zu den ersten Produkten zählten Luftpistolen und -gewehre sowie Kleinkalibergewehre.
1985 stellte HEYM für den Safari Club im Rahmen einer Serie, die sich "Big Five" nannte, die Seitenschloss-Doppelbüchse Modell 88B in .375 H&H her. Das dritte Gewehr dieser Serie war das Buffalo Rifle. HEYM war das einzige europäische und das einzige deutsche Unternehmen, das bei dieser Serie mitmachte. Die "Buffalo Rifle" war auch die einzige Doppelbüchse dieser Serie. HEYMs Büchsenmachermeister Rudi Henneberger leitete die Konstruktion der Büchse. Erich Bössler brachte die umfangreichen Gravuren an, und Rudi Dittmar war für den Schaft zuständig. Bei der SCI-Auktion erzielte die Büchse $ 65.000 - bis dato ein Rekord für eine neue Büchse. Die Büchse verfügte über Extras wie ein zusätzliches Paar Seitenschlösser, einen Koffer aus Büffelleder, ein Damast-Jagdmesser sowie verschiedenes Zubehör.
HEYM beauftragte zudem einen berühmten deutschen Maler, ein Bild zu malen, das der Büchse beigelegt werden sollte. Dies trug dazu bei, das Modell 88B zu einem der erfolgreichsten und am längsten laufenden Stücke von HEYMs Produktlinie zu machen.
1995 entstand im thüringischen Gleichamberg eine der modernsten Waffenfabriken Europas in der Heym 1996 die Produktion aufnehmen konnte. Mit diesem Standort näherte sich das Werk wieder seinen Wurzeln in Suhl an, blieb aber dicht genug an seiner früheren westdeutschen Fabrik, um die kompetente Belegschaft zu behalten. Viele Handwerker bei HEYM sind bereits seit mehr als 20 Jahren im Unternehmen. Bei allen Veränderungen hält man im Hause Heym dem in langer Familientradition geprägten Stil eines mittelständisch geführten Unternehmens und dem Grundsatz "Qualität aus Prinzip" die Treue.
1996 gelang mit dem Geradezugrepetierer SR 30 (Sicherheitsrepetierer) wieder ein einzigartiges Erfolgsmodell. Diese Büchse ist in zahlreichen Versionen verfügbar und basiert auf einem Verschluss, der selbst bei olympischen Biathlon-Gewehren verwendet wird. Die SR 30 verbindet eine schnelle Schussfolge mit hoher Sicherheit und Genauigkeit und ist deshalb in Europa auch bei Bewegungsjagden sehr beliebt. Aufgrund zahlreicher Kundenwünsche wird seit 2001 parallel dazu eine traditionelle Repetierbüchse (SR 21) mit Drei-Warzen-Verschluss angeboten, die ansonsten der SR 30 weitgehend ähnelt.
HEYM ist ein sehr innovatives und flexibles Unternehmen. Es ist einer der wenigen, wenn nicht der einzige Waffenhersteller in Europa, der standardmäßig einen Vierling anbietet. Mit dem Modell 88B bietet er eine Doppelbüchse, die für das gesamte Spektrum von gefährlichem Wild geeignet ist. Modelle wie die Sicherheitsrepetierer SR 21 und SR 30 sowie die Bockbüchse 26 sprechen aber auch den preisbewussten Kunden an, der auf eine originale HEYM-Waffe nicht verzichten möchte.
Alles in allem hat HEYM das Ziel, die besten Gewehre der Welt herzustellen und seinen Kunden erstklassigen Service zu bieten.

